Psychotherapie bietet einen sicheren Raum für hilfreiche neue Entwicklungen. Ihr Therapieziel gibt der gemeinsamen Arbeit eine Leitlinie vor. Wer mit Psychotherapie beginnt, will sich verändern, seine Möglichkeiten erweitern und selbstverständlich Leid erleichtern. Vor Ihrem ersten Termin finden Sie in den FAQ’s wichtige Infos. Zu meiner Haltung und Arbeitsweise können Sie sich in den Blogbeiträgen ein näheres Bild machen.

Meine Expertise

Mit Erwachsenen, jungen Erwachsenen sowie mit Paaren arbeite ich seit 2004 psychotherapeutisch. Regelmäßige Supervision und laufende Fortbildungen sichern die Qualität der Behandlung und sorgen für meine eigene Psychohygiene.

Die Erfahrung mit jungen Erwachsenen beziehe ich aus meiner früheren Tätigkeit in einer sozialtherapeutischen Betreuungseinrichtung. Weiteres siehe meine Vorstellung unter Person. Über die Spezialisierung in Paartherapie und Sexualtherapie können Sie gerne in den jeweiligen Bereichen nachlesen.

Definition von Psychotherapie

Psychotherapie ist die nach der Ausbildung im Sinne dieses Bundesgesetzes erlernte, bewusste, geplante und umfassende Anwendung von wissenschaftlichen Methoden der psychotherapiewissenschaftlichen Ausrichtungen (Cluster) Humanistische Therapie, Psychoanalytisch-Psychodynamische Therapie, Systemische Therapie und Verhaltenstherapie in einer therapeutischen Beziehung mit folgenden Zielen:

  1. Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, vorzubeugen, diese festzustellen, zu lindern, zu stabilisieren und zu heilen,
  2. behandlungsbedürftige Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern oder
  3. die Entwicklung, Reifung und Gesundheit der behandelten bzw. betreuten Personen zu fördern, zu erhalten oder wiederherzustellen… "

— zit. aus einem Entwurf vom 2.5.2024, § 6. des Psychotherapiegesetz 2024 – PThG 2024 (1)

Psychodramatherapie

Bild: roter Theatervorhang aus Stoff
Vorhang auf für neue Rollen

Psychodrama (PD) ist eines der 23 in Österreich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren. In dieser Methode bin ich ausgebildet. Geregelt ist Psychotherapie in Österreich durch das Psychotherapiegesetz.

PD ist ein erfahrungs- und handlungsorientierter Ansatz. Wie gelingen Ihre Szenen des Lebens, wo folgen Sie Ihrem eigenen “Drehbuch” - wo nicht? Welche Rollen liegen Ihnen, welche sind (noch) fremd und wären aber notwendig? Wer sind Ihre “Gegenspieler”, wer oder was hilft Ihnen beim Erreichen der Ziele. Was ist der Preis für frühe Handlungsmuster? Wo werden alten Erfahrungen (aus der Herkunftsfamilie) wiederinszeniert und generieren Leid?

Psychodrama denkt in Sprachbildern nutzt Symbolik und Probehandeln oder Aufstellungstechniken, um emotionale Thematiken oder Beziehungssysteme besser zugänglich zu machen. PD gibt es als gruppentherapeutischen Ansatz und im Einzelsetting wird es Monodrama genannt.

Körperorientierte Psychotherapie

Grafik: Symbol eines Menschen
Mensch und Körper

Zunehmend mehr Psychotherapieverfahren entdecken den Körper als wichtigen Zugang zur Psyche. Z.B. in der Konzentrativen Bewegungstherapie ist dies klar gegeben. Einige aus der humanistischen Richtung haben Körper und Psyche immer als zusammengehörig gesehen und so gearbeitet. Was können Sie als Laien sich darunter vorstellen? Jedenfalls in mehr Aufmerksamkeit dafür, wie sich z.B. eine emotionale Lage körperlich anfühlt, was Sie dabei beobachten, ob sich etwas durch das bewußtere Beachten ändert. Körperorientiert kann es sein, wenn Sie zu Erfahrungen im Raum, Sitzposition, Sicherheits- oder Unsicherheitsgefühl eingeladen werden. Wichtige und hilfreiche Regulationsvorgänge können dabei in Gang kommen. Emotion kann deutlicher hervortreten und benennbar werden. Fragen dazu beantworte ich gerne zu Beginn einer Therapie oder wann immer wir auf das Thema stoßen.

Psychotherapie lohnt sich

Noch arbeiten wir (PsychotherapeutInnen) daran, dass seelisches Leid gleichwertig wie eine körperlichen Erkrankung gesehen wird. Viele Faktoren stehen dem (noch)entgegen. Es gibt gesellschaftliche Vorstellungen, dass seelische Not quasi “Privatsache” sei. Dass sie jedoch durch zumeist durch gesellschaftliche Einwirkungen entstanden ist wird vergessen. Eine anderes Dogma lautet: Probleme alleine zu meistern sei wichtig. Falls das nicht gelingt, bleibt nur sich zu schämen. Zu allem kommt noch der wirtschaftliche Punkt hinzu. Aktuell in Zeiten des Sparkurs nicht einfach. Wobei ich mich in der 20 jährigen Berufspraxis an keine Zeit erinnern konnte, da nicht überall gespart werden sollte. Ausgerechnet von unseren KlientInnen wird verlangt, mitunter lebenslange bestehende Beeinträchtigungen in 20-50 Stunden bewältigt zu haben. Dass dies bei chronischen Erkrankungen nicht immer möglich ist - ich denke an frühe Gewalterfahrung und Traumafolgestörungen - muss dennoch immer wieder nachgewiesen werden. Wir bleiben dran!

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